Volles Risiko: Vulkanforscher am Merapi (9 min, zdf.reporter, 2002)

3000 Meter Höhe - inmitten von Schwefelwolken. Mit Gasmaske habe ich noch nie einen Film gedreht. Auf dem Merapi steht der Wind heute ungünstig, kommt von Süden. Das heisst: arbeiten in Schwefeldämpfen, die aus Dutzenden von gelben Erdöffnungen kommen. Nur 300 Meter ist der Dom weg. An ihm kommt das feste, heiße Gestein aus dem Inneren des Vulkans. Ulrich Serfling und sein Team hat mit den widrigen Bedingungen unterhalb des Gipfels zu kämpfen. Arbeiten auf einem Vulkan, der zu den gefährlichsten der Welt zählt.

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Indonesien: Zwischen Feuer und Erde

von Fred Kowasch

Nach 16 Stunden in einen AIR-FRANCE Flugzeug haben wir uns nicht erkältet. Obwohl der Nachbar aus Senegal in dieser Zeit mindestens 50 mal "herzhaft" geniest hat. Zum Glück haben wir beim Zwischenstopp in Singapur die Plätze getauscht.

Wenn, dann sind wir wenigstens beide krank. Ankunft in Jakarta. Regelrecht ins Taxis geschmissen. An der Ampel werden zwischen Autos die Masken der Menschen-Affen verkauft. Neben Wasser, Zeitungen und Erdnüssen. Am Abend dann "lecker Abendessen" in Jalan Jaksa, dem Treffpunkt der Rucksack-Touristen in der indonesischen Hauptstadt.

Eine Thailändischer Kao Searn Road in Klein - doch jetzt ist "low saison" und fast kein Traveller unterwegs. Am Samstag ist der nationale Unabhängigkeitstag und die Stadt in den Nationalfarben -rot-weiss- geschmückt. An jeder Strassenecke, in jeder noch so kleinen Gasse. Am Präsidentenpalast werden die Stühle für die Parade ausgerichtet. Betreten der Marsch-Strecke: verboten!

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Im Kino: Fire of Love (Dokumentarfilm, 93 min, 2022)

Wer einmal auf einem aktiven Vulkan gestanden hat, wird dieses Erlebnis nicht vergessen: wie es dampft und brodelt, die Erde sprichwörtlich vibriert. Wie dann das Adrenalin durch die Adern schiesst - die Gefahr zum Greifen nah. Solche Gefühle können auch süchtig machen. Zum Beruf werden. Die französischen Geowissenschaftler Katia und Maurice Krafft haben dies. Jetteten jahrzehntelang zu Vulkanausbrüchen - an die 175 Eruptionen haben sie erlebt - bis es einmal eine zu viel war. Am 3. Juni 1991 starben sie - zusammen mit 41 anderen Menschen - in einer pyroklastischen Staublawine beim Ausbruch des japanischen Vulkans Unzen. Der Dokumentarfilm von Sara Dosa ist eine Hommage an ihr Leben. Dass die Vulkanabenteuerer einst selbst eingefangen haben. In fazinierenden Bildern im 16 Milimeter Format. Sehenswert!

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